Buchhaltung automatisieren: Eingangsrechnungen und E-Rechnung ab 2027
Buchhaltung automatisieren heißt vor allem: Eingangsrechnungen kommen an, werden gelesen, geprüft und erst nach einer Freigabe gebucht, ohne dass jemand abtippt. Mit der E-Rechnung wird ein Teil davon einfacher, weil die Daten strukturiert ankommen, und ein Teil anspruchsvoller, weil für einige Jahre zwei Arten von Rechnungen parallel eingehen.
Kurz gesagt
- Seit 1.1.2025 müssen alle inländischen Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können. Ein PDF per E-Mail ist keine E-Rechnung, sondern eine „sonstige Rechnung“.
- Ab 1.1.2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz E-Rechnungen ausstellen, ab 1.1.2028 gilt die Pflicht für alle Unternehmen im B2B-Bereich, ausgenommen Kleinunternehmer nach § 19 UStG.
- Automatisieren lässt sich die Verarbeitung: empfangen, auslesen, prüfen, zur Freigabe vorlegen, per API an die Buchhaltungssoftware übergeben und archivieren.
- Eine E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) wird ohne KI gelesen. KI hilft bei den PDFs und Papierbelegen, die daneben weiter ankommen, und bucht nie ohne Bestätigung.
- Skofi baut diese Verarbeitung, ist aber kein Steuerberater. Was steuerlich für Sie gilt, klären Sie mit Ihrem Steuerberater und dem aktuellen BMF-Schreiben.
E-Rechnung-Pflicht 2025, 2027, 2028: was wann gilt
Die E-Rechnung kommt im inländischen B2B-Verkehr stufenweise. Für die Automatisierung ist vor allem wichtig, dass das Empfangen schon heute Pflicht ist und das Ausstellen gestaffelt folgt:
| Ab | Empfangen | Ausstellen |
|---|---|---|
| 1.1.2025 | Alle inländischen Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können. | Papierrechnungen bleiben bis Ende 2026 zulässig; PDF und andere elektronische Formate nur mit Zustimmung des Empfängers. |
| 1.1.2027 | Weiterhin Pflicht für alle. | Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz müssen E-Rechnungen ausstellen. Unternehmen bis 800.000 Euro dürfen bis Ende 2027 weiter Papierrechnungen ausstellen, PDF nur mit Zustimmung des Empfängers. |
| 1.1.2028 | Weiterhin Pflicht für alle. | Die Pflicht zum Ausstellen gilt für alle Unternehmen im B2B-Bereich, ausgenommen Kleinunternehmer nach § 19 UStG. |
Ausgenommen sind Kleinbetragsrechnungen (bis 250 Euro brutto) und Fahrausweise. Als E-Rechnung gilt ein strukturiertes Format nach der europäischen Norm EN 16931, etwa XRechnung oder ZUGFeRD ab Version 2.0.1, mit Ausnahme der Profile MINIMUM und BASIC-WL.
Was die E-Rechnung für die Rechnungsverarbeitung ändert
Eine XRechnung ist eine reine XML-Datei, die ohne Anzeigeprogramm kaum lesbar ist. Eine ZUGFeRD-Rechnung ist ein PDF, in das die strukturierten Daten eingebettet sind. In beiden Fällen stehen Lieferant, Positionen, Beträge und Steuersätze bereits maschinenlesbar in der Datei. Sie müssen nicht mehr erkannt, sondern nur gelesen und geprüft werden.
Das Papier verschwindet trotzdem nicht über Nacht. Bis Ende 2026 dürfen Lieferanten weiter Papierrechnungen und, mit Ihrer Zustimmung, PDFs schicken, kleinere Lieferanten bis Ende 2027, und Kleinbetragsrechnungen und Fahrausweise sind ganz ausgenommen. Ein automatisierter Rechnungseingang muss deshalb auf absehbare Zeit beides können:
- Strukturierte E-Rechnungen: Daten aus der XML lesen, gegen das Format prüfen und weiterverarbeiten, ohne KI und ohne Abtippen.
- Sonstige Rechnungen und Belege: PDFs, Scans und Fotos, bei denen ein Modell die Felder vorschlägt und ein Mensch bestätigt.
Entscheidend ist, dass beide Wege in denselben Freigabe- und Buchungsprozess münden. Sonst entstehen zwei Rechnungseingänge, die sich irgendwann widersprechen, und genau dieses Nebeneinander zweier Aufzeichnungen ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Zahlen nicht zusammenpassen.
Eingangsrechnungen automatisieren: die Schritte
- 01Empfangen: Rechnungen kommen aus einem Postfach, einem Portal oder einer Schnittstelle in einen festen Eingang. Jeder Beleg wird einmal erfasst; ein erneut gesendeter Beleg erzeugt keinen zweiten Vorgang.
- 02Auslesen: Bei einer E-Rechnung werden die strukturierten Daten gelesen. Bei einem PDF oder Foto liest ein Modell Felder und Positionen und gibt sie in einem festen Schema zurück.
- 03Prüfen, bevor ein Mensch es sieht: Entspricht die Datei dem Format? Ergeben die Positionen die Summe? Passt der Lieferant zu einem vorhandenen, statt eine Dublette anzulegen? Was nicht passt, wird erneut versucht oder markiert, nicht einfach zur Prüfung vorgelegt.
- 04Freigeben: Die Rechnung geht an die zuständige Person, mit dem Originalbeleg neben den ausgelesenen Daten. Wer freigeben darf, ist eine Berechtigung, kein versteckter Knopf.
- 05Buchen: Erst die Freigabe übergibt den Vorgang per API an die Buchhaltungssoftware oder an Ihr eigenes System.
- 06Archivieren und protokollieren: Der Originalbeleg wird mit dem Vorgang verknüpft abgelegt, und jede Änderung wird mit Person, Zeitpunkt und vorherigem Wert festgehalten.
DATEV, lexoffice oder sevDesk sind Beispiele für Systeme, an die angebunden werden kann, sofern eine API verfügbar ist. Skofi ist mit keinem dieser Anbieter partnerschaftlich verbunden, und keine veröffentlichte Fallstudie von Skofi deckt bisher eine Anbindung an eine namentlich genannte Buchhaltungssoftware ab. Ob und wie die Anbindung für Ihren Ablauf funktioniert, wird deshalb vor dem Angebot geprüft.
Rechnungsverarbeitung mit KI: das Modell schlägt vor, ein Mensch bestätigt
Ein Modell eine Lieferantenrechnung lesen zu lassen, ist schnell gezeigt. Damit ein Finanzteam es an die Bücher lässt, braucht es eine Regel: Das Modell schreibt nie. Es schlägt Positionen vor, eine Person bestätigt, und erst die Bestätigung erzeugt die Buchung. Aus einer Erfassungsaufgabe wird so eine Prüfaufgabe.
So ist es im ERP einer regionalen Handels- und Vertriebsgruppe umgesetzt. Lieferantenrechnungen kamen dort auf Papier und wurden von Hand ins Hauptbuch und in eine Lagertabelle übertragen, die sich ständig widersprachen. Heute wird die Rechnung fotografiert, ein Bildmodell liest die Positionen, und erst die Bestätigung einer Person legt die Eingangsrechnung an und bewegt Lagerbestand, Einkaufspreise und den Lieferantensaldo.
Der Scanner nutzt mehrere API-Schlüssel je Anbieter (Claude und OpenAI) und wechselt bei Ratenlimit, Kontingent- oder Authentifizierungsfehlern automatisch zum nächsten Schlüssel und dann zum zweiten Anbieter. Ist nichts konfiguriert, meldet er das ausdrücklich, statt ein leeres Ergebnis zu liefern, das wie eine Rechnung ohne Inhalt aussieht.
Zur Einordnung: Diese Erfassung wurde als Teil des ERP eines Kunden gebaut, schreibt in dieses ERP und verarbeitet Fotos von Papierrechnungen, keine E-Rechnungen. Ein eigenständiges Rechnungsprodukt hat Skofi nicht gebaut. Bei PDFs und Fotos geht der Beleg an die API des Modellanbieters; senden Sie nur, was die Erfassung braucht, und klären Sie den Einsatz mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Freigaben, Prüfpfad und Archiv
Ein Status ist nur dann etwas wert, wenn er die Zahlen verändert. Im genannten ERP durchlaufen Rechnungen die Stufen Entwurf, in Prüfung, freigegeben, offen, teilbezahlt und bezahlt. Entwürfe und Rechnungen in Prüfung zählen bewusst nicht zu Umsatz, Einkauf und offenen Posten, weder in den Listen noch im Dashboard, denn geschuldet ist erst, was freigegeben ist.
Jede Änderung läuft über eine einzige Datenschicht, die die handelnde Person einträgt und eine Feld-für-Feld-Differenz an eine Tabelle anhängt, in der Mitarbeitende lesen und einfügen, aber nichts ändern oder löschen können. Ist eine Zahl falsch, lässt sich feststellen, wer sie wann geändert hat und was vorher dort stand.
Welche Aufbewahrungs- und Archivierungsanforderungen (etwa nach GoBD) für Ihre Belege gelten, klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Die Ablage wird dann nach diesen Vorgaben gebaut: Originalbelege in privatem Speicher mit Zugriffsregeln, verknüpft mit dem Vorgang, aus dem sie stammen.
Wann sich ein eigener Bau nicht lohnt, und was er kostet
Wenn Ihre Buchhaltungssoftware bereits einen Rechnungseingang mit E-Rechnung-Empfang und Belegerfassung bietet, der Ihre Dokumente verarbeitet, nutzen Sie ihn. Ein eigener Bau daneben erzeugt nur einen Abgleich mehr. Er lohnt sich erst, wenn der Rechnungseingang einen Ablauf speisen muss, den das Produkt nicht abbildet, etwa Lagerbestände und Einkaufspreise, die sich bei der Bestätigung mitbewegen, oder Freigaben, die mehrere Systeme berühren.
Bei geringem Volumen ist Abtippen oft günstiger als ein Prüfbildschirm, der gepflegt werden will. Und zum Monatsabschluss: Keine Fallstudie von Skofi ist ein Monatsabschluss, und es gibt keine Zusage, wie viel Zeit eine Automatisierung an Ihrem Abschluss spart.
Die meisten Projekte liegen zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar, größere Systeme darüber; ein Angebot gibt es nach einem kurzen Gespräch. Den Aufwand bestimmen vor allem die Ausnahmen (der Lieferant mit zwei Schreibweisen, die Gutschrift, das Foto eines Faxes) und die Zahl der Systeme, die am Ende übereinstimmen müssen.
Was zuerst gefragt wird.
Nach dem BMF-Schreiben müssen ab 1.1.2027 Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz im inländischen B2B-Verkehr E-Rechnungen ausstellen. Kleinere Unternehmen dürfen bis Ende 2027 noch Papierrechnungen senden, PDF nur mit Zustimmung des Empfängers; ab 1.1.2028 gilt die Pflicht für alle (Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind vom Ausstellen ausgenommen). Empfangen können müssen Sie E-Rechnungen schon seit 1.1.2025. Ihren konkreten Fall klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater.
Nein. Ein PDF ohne eingebettete strukturierte Daten ist keine E-Rechnung, sondern eine „sonstige Rechnung“. Als E-Rechnung gilt ein strukturiertes Format nach EN 16931, etwa XRechnung oder ZUGFeRD ab Version 2.0.1 (ohne die Profile MINIMUM und BASIC-WL). In der Übergangszeit sind sonstige Rechnungen noch erlaubt: auf Papier ohne, als PDF nur mit Zustimmung des Empfängers.
Für echte E-Rechnungen nicht: Die Daten stehen strukturiert in der Datei und werden gelesen und geprüft, nicht erkannt. KI ist für die PDFs, Scans und Fotos sinnvoll, die während der Übergangszeit und bei ausgenommenen Belegen weiter ankommen. Dort schlägt das Modell die Felder vor, und ein Mensch bestätigt, bevor etwas gebucht wird.
Das sind Beispiele für Systeme, an die angebunden werden kann, sofern eine API für den jeweiligen Zweck verfügbar ist. Skofi ist kein Partner dieser Anbieter, und keine veröffentlichte Fallstudie zeigt bisher eine solche Anbindung. Ob sie für Ihren Ablauf funktioniert, wird vor dem Angebot geprüft.
Nein. Das Modell liest den Beleg und schlägt Positionen vor; erst die Bestätigung einer Person erzeugt die Buchung. Vorher prüft das System, ob die Ausgabe dem Schema entspricht, ob die Positionen die Summe ergeben und ob der Lieferant schon existiert. Eine Rechnung, die nicht passt, wird markiert, statt durchzurutschen.
Weder noch. Skofi baut die technische Verarbeitung: Rechnungen empfangen, auslesen, prüfen, zur Freigabe leiten, per API an Ihre Buchhaltungssoftware übergeben und archivieren. Steuerliche Fragen, etwa welche Pflicht für Sie ab wann gilt oder welche Aufbewahrungsregeln greifen, gehören zu Ihrem Steuerberater.
Skofi wird von Pakistan aus geführt und arbeitet remote; Gespräche, Angebote und Projektdokumentation sind auf Englisch. Die Sprache Ihrer Rechnungen ist davon unabhängig: Strukturierte E-Rechnungen sind sprachneutral, und ob ein Modell Ihre deutschsprachigen PDF-Belege zuverlässig liest, wird an einer Stichprobe Ihrer echten Belege getestet.
Quellen
Aussagen darüber, was eine Plattform, Behörde oder Kammer sagt, stammen von deren eigenen Seiten. Regeln und Grenzen ändern sich; prüfen Sie die aktuelle Seite, bevor Sie sich darauf verlassen.
- E-Rechnungen: Ende der Übergangsfrist für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz · IHK Region Stuttgart
Seitentext mit KI-Unterstützung entworfen. Skofi ist dafür verantwortlich. Redaktionelle Grundsätze (Englisch)
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Ein 15-minütiges Gespräch reicht meist, um zu klären, ob es eine Automatisierung, eine Integration oder eine eigene Software braucht, und ob wir die Richtigen dafür sind.
So läuft das Gespräch
- 15 Minuten, keine Präsentation
- Wir skizzieren den Prozess gemeinsam
- Auf Englisch, mit schriftlichem Angebot